Ohne das in Jahrzehnten gewachsene Zusammenspiel der Frühschoppen-Familie wären die Sonntagnachmittage im Schlot nur halb so schön. Wenn Hans Duschke vorwitzig dazwischenruft, Jürgen Witte Nischenwissen zum Besten gibt, Hinark Husen den Wedding als Leber Berlins preist, Andreas Scheffler etwas mehr Disziplin einfordert, Horst Evers eine enervierende Toleranz zur Schau trägt oder Susanne Riedel sich fragt, wo sie hier gelandet ist, dann ist bei den anderen Schlagfertigkeit gefragt. Das unterscheidet den Frühschoppen von anderen Leseveranstaltungen: Für Diskurs und Improvisation steht die Tür immer offen. Der Frühschoppen, das ist sicher mehr als die Summe seiner Teile und bescheiden halten sich manche Mitwirkende zurück, dafür stehen andere mehr im Rampenlicht. Wir wollen alle an dieser Stelle einmal vorstellen:

Hans Duschke

Enthusiast, Amateur, Erfinder. Mitbegründer von Frühschoppen, Reformbühne, Surf-Poeten. Macht was „in Start-Up/IT“. Zwei Kinder.

Die besten Bücher der Welt (seiner Meinung nach): Montainge: Essais, Pepys: Tagebuch, Lichtenberg: Sudelbücher, Reiners: Stilkunst, Kempowski

 

Horst Evers

Seit 1990 Mitglied der Lesebühne.

www.horst-evers.de

 

 

 

Hinark Husen

Seit 1990 Mitglied der Lesebühne.

 

 

 

 

Andreas Scheffler

Güterloh – Berlin – Groß Köris. Seit 1990 Mitglied der Lesebühne. Beschäftigt sich in seinen Texten vornehmlich mit dem Dummtun seiner Zeitgenossen und dem eigenen. In seinen Liedern geht er gern ins aktuell Politische und sagt jenseits des Volksempfindens wie es sein sollte.
www.andreas-scheffler.de

Jürgen Witte

seit 1990 dabei, schreibt viel, liest quasi alles, was ihm offline in die Hände fällt. Hang zu unmodernen Ansichten.
Das Kapital geht immer dort hin, wo die größte Rendite lockt./ Die Waren fließen immer dort hin, wo es die meiste Kaufkraft gibt./ Der Müll verschwindet immer dort hin, wo er am billigsten loszuwerden ist./ Nur die Menschen würden eigentlich gerne dort bleiben, wo sie sind./ Globalisierung: Wir tun so, als würden wir die ganze Welt mit unserem gesellschaftlichen Fortschritt beglücken, tatsächlich aber exportieren wir einen bei uns schon fast vergessenen, uralten Manchester-Kapitalismus.

Susanne Riedel

seit Januar 2018 dabei und das mit viel Spaß. In zartbitteren Texte beschäftigt sie sich mit den Absurditäten des Berliner Alltags.

www.regenrausch.de

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